... immer für Sie da! +++ Im Notfall Tel.: 112 +++

Wissenswertes über die Freiwillige Feuerwehr

 Wer sind wir?
 Was tun wir?
 Was bieten wir?
 Neugierig geworden? Kontakt zur Feuerwehr vor Ort
Wer sind wir?

„Was, Sie machen das nicht hauptberuflich?“ Diese Frage hören Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren immer wieder. Viele Menschen glauben, dass die Einsatzkräfte, die nach fünf bis zehn Minuten am Schadensort eintreffen, mit dieser Tätigkeit ihr tägliches Brot verdienen. Doch dem ist nicht so: Die meisten Feuerwehrangehörigen leisten ihren Dienst freiwillig und ehrenamtlich. So gibt es in Baden-Württemberg „nur“ 8 Berufsfeuerwehren, dafür aber 1099 Freiwillige Feuerwehren in den Städten und Gemeinden. Übrigens ist jede Bürgerin und jeder Bürger verpflichtet anderen in Notlagen zu helfen, warum also dies nicht organisiert in einer Hilfsorganisation tun!?

Struktur der Wehr

Nach dem Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg muss jede Gemeinde dafür sorgen, dass in ihrem Gebiet drohende Brand- und Katastrophengefahren beseitigt und ggf. wirksam bekämpft werden. Auch bei anderen Notfällen oder Notständen ist eine ausreichende technische Hilfe sicherzustellen. Um dieser Pflicht im öffentlichen Interesse nachzukommen, müssen die Gemeinden im Rahmen der Leistungsfähigkeit, Feuerwehren aufstellen, ausrüsten und unterhalten. Sie haben darüber hinaus die notwendige Löschwasserversorgung sicherzustellen und diese aufrecht zu halten. Die Freiwillige Feuerwehr ist Pflichtaufgabe und Einrichtung der jeweiligen Gemeinde oder Stadt.

Oberster Dienstherr der Feuerwehr ist der/die (Ober-)Bürgermeister/in der Gemeinde oder der Stadt. Die Leitung der Feuerwehr obliegt dem Kommandanten/der Kommandantin, der/die für die Organisation, Ausbildung und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr einer Gemeinde/Stadt verantwortlich ist.

Vereinbarkeit mit Beruf & Familie

Der Dienst bei der Feuerwehr kann von jeder Person, die das 17. Lebensjahr vollendet hat, geleistet werden und endet mit dem 65. Lebensjahr. Jugendliche vom 10. bis 17. Lebensjahr können zuvor bereits in einer Jugendfeuerwehr auf den aktiven Dienst vorbereitet werden.

Soweit nicht anders bestimmt, ist der Feuerwehrdienst freiwillig und ehrenamtlich: Alle Mitglieder der Feuerwehr leisten also unbezahlten Dienst an ihren Mitmenschen. Und zwar Tag und Nacht, sowohl während ihrer Arbeitszeit als auch in der Freizeit – verbunden mit allen Herausforderungen und Schwierigkeiten, die dies mit sich bringt.

Unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ leisten Büregerinnen und Bürger einer Gemeinde Feuerwehrdienst bei Ausbildungsveranstaltungen und Sicherheitswachen – und natürlich den Einsatzdienst selbst. Hierfür müssen sie von ihrem jeweiligen Arbeitgeber freigestellt werden, der wiederum kann den Verdienstausfall bei der Gemeinde geltend machen.

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Was tun wir?

Die Hauptaufgaben der Freiwilligen Feuerwehr lassen sich in 4 Bereiche einteilen: Retten, Löschen, Bergen und Schützen

Retten

Die Rettung von Mensch und Tier aus Zwangslagen ist unsere wichtigste Aufgabe. Egal ob bei schweren Verkehrs- und Betriebsunfällen oder bei Bränden und Unwettern – die Freiwilligen Feuerwehren in ganz Bayern sind stets Garant für schnelle und professionelle Hilfe. So werden z.B. jährlich über 7.000 Personen nach Verkehrsunfällen mit hydraulischen Rettungsgeräten aus verunfallten Fahrzeugen befreit. Hierfür sind wir bestens ausgebildet und je nach Größe der Kommune speziell dazu ausgerüstet, hoch motiviert und stets einsatzbereit für Mensch und Tier in Notlagen.

Löschen

Brände löschen gehört zu den ursprünglichsten Aufgaben der Feuerwehr. Vom Kleinbrand eines Papiercontainers über den Dachstuhlbrand von Wohn- und Geschäftshäusern bis hin zu Bränden in Industrieanlagen sind die Feuerwehren heute gefordert. Längst löscht man nicht mehr nur mit Wasser, sondern setzt z.B. auch Schaum, Pulver oder Kohlendioxid ein, um erfolgreich des Feuers Herr zu werden. Dazu bedienen wir uns modernster Technik und Ausrüstung.

Bergen

Vor allem die Bergung von Sachwerten ist einer der weiteren Aufgabenschwerpunkte, denen sich die Feuerwehr heutzutage widmen muss. Ob es sich dabei um verunfallte Fahrzeuge, leck geschlagene Tanks oder auslaufende Gefahrgutstoffe handelt: Die Feuerwehr kommt immer dann zum Einsatz, wenn Gefahr im Verzug und schnelle Hilfe gefordert ist.

Schützen

Die Feuerwehr wird neben den aktiven abwehrenden Maßnahmen – wie z.B. bei Hochwasser – auch vorbeugend tätig und sorgt somit dafür, dass Schaden vermieden wird. Hierzu zählen auch die Aufklärung und die Brandschutzerziehung unserer Kinder, die Beratung von Architekten und Bauherren sowie Sicherheitswachen bei Großveranstaltungen, Theateraufführungen und anderen Events.

Aufgabenbereiche innerhalb der Wehr

In den Freiwilligen Feuerwehren gibt es zahlreiche Aufgabengebiete, die jeweils von speziell geschultem Personal übernommen werden. So kümmert sich der Jugendwart um den Nachwuchs, der Gerätewart um die Wartung und Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Gerätschaften und die Ausbilder um alle feuerwehrrelevanten Themen. Darüber hinaus können spezielle Lehrgänge an den Feuerwehrschulen besucht und Führerscheine für Fahrzeuge und Boote absolviert werden. Kurzum – die Arbeit in der Feuerwehr bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten sein Können und Talent einzusetzen.

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Was bieten wir?

Wir sind kein Verein sondern eine Einrichtung der Gemeinde. Wenn Sie bei uns mitmachen wollen, so werden Sie erstmal auf Probe aufgenommen. Sie Erhalten die komplette Schutzausrüstung kostenfrei von der Stadt/Gemeinde zur Verfügung gestellt. Sie sind während der Ausübung des Feuerwehrdienstes über die Gemeinde versichert. Sie erhalten bei der Feuerwehr Niederstetten eine finanzielle Entschädigung bei Einsätzen. Wir verlangen lediglich, dass Sie Ihre Freizeit und Ihr Interesse einbringen. Sie werden nach der Aufnahme innerhalb der Probezeit von örtlichen Ausbildern auf den Feuerwehrdienst vorbereitet, die Ausbildung findet meist abends oder am Wochenende statt. Die Kosten für die Ausbildung trägt ebenfalls die Stadt/Gemeinde. Die Ausbildung umfasst die Erste-Hilfe-Ausbildung, Grundausbildung für den Feuerwehrdienst (Truppmann Teil 1) und die Sprechfunkausbildung, insgesamt rund 90 Stunden. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Ausbildung werden Sie bei Einsätzen eingesetzt, Sie werden anschließend ständig in ihrer Einsatzabteilung weitergebildet und sollten Regelmäßig am Dienst in der Feuerwehr teilnehmen. Danach absolvieren sie die Truppmannausbildung Teil 2,  in der Sie Spezialausbildungen wie die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, die Heißausbildung in speziellen Übungsanlagen und die Vertiefung der Grundkenntnisse durch Absolvierung des Leistungsabzeichens durchlaufen, der Stundenaufwand beträgt rund 90 Stunden in zwei Jahren. Danach können Sie Ihr Interesse entweder in die technische Ausbildung oder die Führungsausbildung legen. Sie können sich zum Fahrer, Maschinisten, ABC-Fachkraft, oder in der technischen Hilfe weiterbilden oder erlangen mit Abschluss der Truppführerausbildung die Befähigung einen Einsatztrupp zu führen und zu leiten. Viele Wege stehen Ihnen offen in der Feuerwehr, die Ausbildung ist fundiert und nützt Ihnen auch im Alltag und Beruf. Und natürlich lernen Sie in der Feuerwehr neue Leute kennen und erfahren kameradschaftliches Verhalten, den nicht umsonst ist ein Motto der Feuerwehr „Einer für Alle, alle für Einen“.

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Neugierig geworden?

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Gerne wird Ihnen Ihre örtliche Feuerwehr Fragen zu Aufgabengebieten, Mitgliedschaft, Ausrüstung und weiteren Themen beantworten.

Wie erreichen Sie uns?

Um den Kontakt zu Ihrer Freiwilligen Feuerwehr vor Ort aufzunehmen, nutzen Sie bitte eine der folgenden Möglichkeiten:

Viele Feuerwehren haben eigene Homepages auf denen sie über ihre Aufgaben informieren und Angaben zur Kontaktaufnahme machen. Ist dies in Ihrer Heimatgemeinde bzw. -stadt nicht der Fall, können Sie sich häufig zumindest über den Internetauftritt der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände (KFV/SFV) informieren.

Informieren Sie sich am Gerätehaus Ihrer örtlichen Feuerwehr über Ihre Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit.

Kontaktieren Sie Ihre Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung, die Ihnen gerne die Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners bei der Freiwilligen Feuerwehr vermittelt.

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Dienstag, 12. Dezember 2017

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